E-Mails sind tot...

Seit ca. Anfang der 2000er Jahre wird die E-Mail regelmäßig für tot erklärt – meist von denselben Leuten, die ihren Posteingang nie leer bekommen.

Offenbar hat sie das Gerücht einfach nur überlesen – wie so viele andere Nachrichten auch.

 

Die E-Mail ist sehr lebendig...

Wir sind jetzt Mitte der 2020er Jahre und die E-Mail ist nach wie vor sehr lebendig. Die E-Mail ist der Grandsigneur der digitalen Kommunikation – würdevoll gealtert, aber von ungebrochener Relevanz. Seit Jahrzehnten verbindet sie Menschen und Märkte, zuverlässig, diskret und frei von der Flüchtigkeit kurzlebiger Trends. Während soziale Medien kommen und gehen, bleibt die E-Mail der verlässliche Briefkasten des digitalen Zeitalters. Sie ist nicht laut, aber verbindlich – nicht flüchtig, sondern fest verankert im Geschäftsleben. Ihr Regelwerk beruht auf klaren, international verbindlichen Standards – etwas, das Messenger-Dienste bis heute nicht von sich behaupten können. Wer Seriosität, Nachvollziehbarkeit und echten Dialog sucht, findet sie nicht im Feed, sondern im Posteingang.

Haben Sie schon einmal versucht Ihre Steuererklärung bei Ihrem Finanzamt per Messenger einzureichen?

Bei dem Versuch dürften Sie Ihr blaues Wunder erleben.

 

Fazit: Ihre Domain als vertrauenswürdiger Absender

Normalerweise kommt das Fazit, oder die Zusammenfassung zum Schluss. Aufgrund der gebotenen Dringlichkeit wird das Fazit an dieser Stelle vorgezogen. E-Mail-Sicherheit ist ein entscheidender Faktor für Ihren geschäftlichen Erfolg – besonders, wenn Sie regelmäßig mit Kunden oder Partnern kommunizieren. Selbst wenn Sie niemals Spam versenden würden, kann Ihre Domain ohne moderne Schutzmechanismen leicht dafür missbraucht werden. Die Konsequenz: Ihre Mails landen im Spam, Ihr guter Ruf leidet – und im schlimmsten Fall verlieren Sie das Vertrauen Ihrer Kunden und Partner.

 

Die erste gute Nachricht:

Mit den richtigen Schritten lässt sich das ganz einfach verhindern. Sie benötigen keine eigene IT-Abteilung, um Ihre Domain effektiv abzusichern. Mit gezielten DNS-Einträgen und etwas technischer Sorgfalt lassen sich diese Schutzmechanismen einrichten.

 

Die zweite gute Nachricht:

Sie sind NICHT alleine. Auch Unternehmen mit einem mutmaßlich großen Werbebudget und wahrscheinlich auch einer eigenen IT Abteilung haben diese Grundlagenarbeit nicht gemacht und deren Mails landen im SPAM Ordner. Davon gibt es sehr viele. Für einen Beispielfall sind Sie herzlich eingeladen es selber auszuprobieren. Zur Zeit (Anfang November 2025) gibt es massiv Internet und TV Werbespots von einer Firma die gerne gebrauchte Fahrzeuge ankauft und mit einem ehemaligen Formel 1 Rennfahrer wirbt. Richten Sie sich eine Freemail Adresse bei einem der vielen Provider ein, die mittlerweile SPF und DKIM voraussetzen. Bieten Sie ein Fahrzeug mit dieser Freemail Adresse an und Sie werden erleben wie deren Mails in Ihrem SPAM Ordner enden. Der Grund dafür ist einfach und technisch nachvollziehbar. Am besten sorgen Sie dafür dass Ihnen als Versender so etwas nicht passiert.

 

Unser Tipp: Machen Sie Ihre E-Mail-Sicherheit zu einem festen Bestandteil Ihrer digitalen Kommunikation. So beweisen Sie Professionalität, schützen nachhaltig Ihre Reputation – und tragen aktiv dazu bei, die E-Mail-Kommunikation insgesamt verlässlicher zu machen. Darüber hinaus sorgen korrekt zugestellte Mails auch für Nachhaltigkeit.

 

Ein Angebot welches beim Kunden im Spam landet und nicht gesehen wird, kann für einen verlorenen Auftrag sorgen. Eine Rechnung die beim Kunden im Spam landet und nicht gesehen wird, kann für unnötigen Aufwand in Form von Mahnverfahren sorgen der im Normalfall gar nicht nötig ist.

 

Ein herzliches "Danke schön" für die Notwendigkeit und Einführung dieser Massnahmen können Sie an alle Kriminellen und Betrüger richten, die das Medium E-Mail für das versenden von Spam missbraucht haben.

 

Ein jeder kennt es... Kriminelles und Betrügereien rund um die E-Mail und warum es Spam gibt:

 

Viagra Spam.

 

Natürlich hatte auch die E-Mail immer ihre zwielichtigen Wohltäter – jene netten Herrschaften, die sich mit kleinen blauen Pillen aufopferungsvoll um das Eheleben fremder Männer kümmerten. Der legendäre Viagra-Spam war weniger medizinische Hilfe als vielmehr ein Stück Internetgeschichte: dreist, dreckig und doch irgendwie charmant und überflüssig in seiner Penetranz. Man könnte sagen – nie zuvor wurde so viel vermeintliche Leidenschaft mit so wenig Seriosität verschickt.

 

Der Ölprinz aus einem exotischen Land...

 

Unvergessen sind auch die Ölprinzen aus exotischen Ländern, die mit erstaunlicher Herzlichkeit entfernte Verwandte in aller Welt suchten um verloren gegangene Millionenbeträge zu retten – vorzugsweise per E-Mail. Für einen kleinen Münzeinwurf in Höhe einer 5 Stelligen Summe, versprachen sie große Reichtümer auf Deutsche Konten zu transferieren und ewige Dankbarkeit. Man könnte sagen: Sie waren die Poeten des Betrugs – charmant im Ton, schamlos in der Sache.

 

Warum hat dieser SPAM funktioniert?

 

Der Viagra- wie auch der Ölprinz-Spam funktionierten, weil sie gezielt menschliche Schwächen ansprachen – Sehnsucht, Eitelkeit und Gier. Beide spielten meisterhaft mit Hoffnung und Verlockung: das eine versprach neue Vitalität, das andere schnellen Reichtum. Und obwohl 99 % der Empfänger lachten oder löschten, reichte das verbliebene eine Prozent aus, um das Geschäft lohnend zu machen. In der Welt des Betrugs genügt eben schon ein winziger Funke Leichtgläubigkeit, um ein ganzes Feuerwerk der Abzocke zu entfachen.

 

Als das Medium E-Mail noch relativ unreglementiert war, war es kein Problem mal eben auf die Schnelle 1. Million Mails oder mehr zu verschicken. Setzen wir eine Erfolgsquote von 1% voraus, dann sind 1% von einer Million noch immerhin 10.000 Mails auf die reagiert wurde und dem Ölprinz mehrere 1000 Euro haben zukommen lassen. Nehmen wir fiktive 10.000 Euro mal 10.000 (1% von einer Million), dann haben 10.000 Leute 10.000 Euro überwiesen um an die vermeintlichen Millionen zu kommen. Ein guter Deal. Nicht wahr? Blöd war es nur dass die angekündigten Millionen gar nicht existierten.

 

Der Beginn unerwünschte Mails als SPAM zu klassifizieren

 

Mitte der 1990er-Jahre begann man, betrügerische Massenmails als Spam zu erkennen, als das E-Mail-Aufkommen explosionsartig zunahm. Der berüchtigte „Green-Card-Spam“ von 1994 markierte dabei den Anfang einer neuen digitalen Plage. Ab etwa 1998 reagierten große Anbieter wie AOL und Hotmail mit Filtern und Blacklists – und machten Spam endgültig zum Synonym für digitalen Betrug.

Der Ausdruck SPAM stammt ursprünglich nicht aus der Technik, sondern aus der Lebensmittelwelt: Er bezeichnete eine Dosenfleischmarke der Firma Hormel Foods, eingeführt 1937.

 

Berühmt wurde der Begriff SPAM durch einen Monty-Python-Sketch aus den 1970er-Jahren, in dem das Wort Spam in endloser Wiederholung alles andere übertönte – genau wie lästige Werbemails später den Posteingang.

Als das Internet populär wurde, übertrugen Nutzer diesen Vergleich augenzwinkernd auf unerwünschte Massenmails – und so wurde aus Frühstücksfleisch ein Synonym für digitale Belästigung. SPAM in diesem Zusammenhang stand für "Spiced pork and ham".


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